Eine Reise mit AIDAprima

Wer schon mit AIDAbella gefahren ist, wird über die Größe von AIDAprima staunen. Das neue Schiff ist um einiges Größer und das Reisen etwas anders.

Reederei

AIDA Cruises
AIDAprima im Hafen von Muscat

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Wer schon mit AIDAbella oder AIDAblu gefahren ist, wird über die Größe von AIDAprima staunen. Das Schiff erstreckt sich auf einer Länge von 300 Metern und ist rund 38 Meter breit. Der erste Megaliner der Reederei wurde 2016 getauft und entstand nicht, wie die bisherigen Schiffe, in der Meyerwerft in Papenburg. Den Neubau realisierte diesmal die Firma Mitsubishi Heavy Industries in Nagasaki.

Das erste Schiff der Hyperion-Klasse setzt erstmals einen Dual-Fuel-Motor ein. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus Diesel- und Flüssiggasantrieb. Während der Fahrt auf See nutzt die AIDAprima Diesel, verzichtet jedoch gänzlich auf diesen im Hafen. Sobald das Schiff festgemacht hat, schaltet die Crew auf den umweltfreundlicheren Flüssiggasantrieb zur Stromerzeugung um.

Eine Balkonkabine auf AIDAprima

Neu ist ebenfalls der vertikale Vordersteven, welcher ebenfalls eine Neuentwicklung ist und den Strömungswiderstand während der Fahrt verringert und so Treibstoff einspart. Ergänzt wird das Ganze durch ein System zur Luftschmierung, welches kleine Luftblasen unter dem Schiffsrumpf erzeugt und so weiter den Widerstand verringert, um Sprit zu sparen.

Mehr Platz trotz größerer Passagierzahl

Das Schiff ist nicht nur erheblich größer als alle Vorgängermodelle, es bietet auch wesentlich mehr Passagieren Platz. Neben den 900 Crew-Mitgliedern sind rund 4.350 Gäste an Bord. Was zunächst nach viel Trubel und überfüllten Sonnendecks klingt, zeigt sich in der Realität ganz anders.

Durch eine spezielle Aufteilung der Decks und einer neuen Anordnung der Attraktionen verteilt sich die Menschenmenge so gut auf dem Schiff, dass man oft das Gefühl bekommt, auf weiter Flur alleine zu sein. Auch beim Essen steht man nur sehr selten an einer Schlange an, da die neuen Bedienrestaurants für zusätzliche Entlastung sorgen.

Die Nightfly Bar an Bord

Das erste Mal auf dem Schiff musste ich mich am Anfang ein wenig zurechtfinden. Doch nach spätestens einem Tag hat man einen groben Plan und kommt schnell von A nach B. Besonders gut gefallen hat mir das neue „Four Elements“ mit Kletterpark und dem Lazy River. Gerade an Seetagen sind dies zwei tolle Attraktionen für jedes Alter.

Ebenfalls ein persönliches Highlight waren die Infinity Pools auf dem neuen Lanaideck. Der Blick auf’s Meer und die optische Täuschung vermitteln ein einmaliges Gefühl. Insgesamt finde ich das Lanaideck einen sehr gelungenen Bereich. Hier gibt es regelmäßig freie Sonnenliegen und auch einen Strandkorb kann man hier ohne Reservierung ergattern.

Mit einem passenden Getränkepaket führt einen der Weg öfters zur großen Lanaibar im Heckbereich (ebenfalls auf dem Lanaideck). Hier gibt es alles was das Herz begehrt. In den Abendstunden gibt es hier zudem eine kleine Bühne mit Livemusik.

Ein Schiff das begeistert

Die Umstellung von kleineren Vorgängerschiffen fällt nicht wirklich schwer, da Optik und Grundkonzept sich im Wesentlichen nicht verändert haben. Einzig die Decks sind nicht immer geradewegs durchgängig und es kann passieren, dass man sich auf dem Weg von hinten nach vorn etwas verläuft.

Die "Scharfe Ecke" in der AIDA Plaza hat fast immer offen

Kulinarisch gibt es Einiges zu erleben. Neben bekannten Buffetrestaurants, wie dem Markt Restaurant und der Weiten Welt, gibt es auch neue Lokale, wie zum Beispiel das East Restaurant mit asiatischer Küche. Spannend sind auch die Bedienrestaurants ohne Aufpreis. So bietet das French Kiss Spezialitäten aus der französische Küche an.

Es gibt einige Überraschungen und sehr viele gelungene Bereiche an Bord. Die Vielzahl macht es schwer, alles in einen Artikel zu packen. Sollten Sie sich noch kein Bild von den Schiffen gemacht haben, wäre jetzt der ideale Zeitpunkt AIDAprima oder die baugleiche Schwester AIDAperla zu buchen. Besonders reizvoll ist auch eine Kreuzfahrt mit mehreren Seetagen am Stück. So hat man die nötige Zeit, um alle Areale ausgiebig kennenzulernen.

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