
2/24/26
Guadeloupe – Karibikinsel mit Licht und Schatten
Guadeloupe bietet eine raue Hauptstadt, doch zugleich traumhafte Natur & Mangroven, die es zu erkunden gilt.
St. Vincent lohnt sich zu entdecken – rau, grün, echt. Unsere Tipps & Erfahrungen für den Landgang auf der wilden Karibik-Insel.

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Zwischen Regenwaldgrün und Meeresblau entfaltet St. Vincent eine wilde, ungezähmte Schönheit, die man nicht so leicht vergisst. Wer hier mit dem Schiff anlegt, spürt sofort: Diese Insel ist kein Karibikklischee, sondern echtes Leben. Der Duft von Salz, Benzin und feuchter Erde liegt über dem Hafen von Kingstown, während die Einheimischen lautstark Waren verladen und der Wind durch die Palmen pfeift. St. Vincent ist roh, authentisch und voller Kontraste – eine Insel, die ihre Besucher fordert, aber dafür mit purer Landschaftsmagie belohnt.

Schon die Fahrt vom Hafen in Kingstown Richtung Norden ist ein Erlebnis. Unser Tourbus ächzt im ersten Gang die Serpentinen hinauf, Sitze ohne Gurte, die Fenster klappern, und doch ist genau das der Moment, in dem man beginnt, die Insel zu verstehen. St. Vincent lebt vom Improvisieren, vom Jetzt.
Entlang der engen Küstenstraße reihen sich verlassene Autowracks, bunt gestrichene Holzhäuser und kleine Verkaufsstände. Und dann plötzlich: dieser Blick auf die Atlantikküste. Klippen stürzen dramatisch ins Meer, Wellen brechen tosend an den Felsen, und über allem liegt das satte Grün des Regenwaldes. Es wirkt archaisch, unberührt – wie aus der Zeit gefallen.

Wer Abenteuer sucht, sollte den Vermont Nature Trail oder den La Soufrière Vulkan ins Auge fassen. Der Wanderweg durch den dichten Regenwald ist nichts für Flipflops, aber dafür ein Fest für die Sinne. Farne, Mahagonibäume und das Rufen der Papageien begleiten den Aufstieg. Der Weg endet an einem Aussichtspunkt, von dem man die gesamten Northern Grenadines erblickt – ein endloses Spiel aus Grün und Blau.
Für weniger Wanderfreudige lohnt sich ein Abstecher an die Dark View Falls im Nordwesten der Insel. Zwei Wasserfälle stürzen dort über Lavaschichten in natürliche Becken. Das kalte, klare Wasser ist eine willkommene Erfrischung nach der kurvigen Anfahrt – und ein perfekter Ort, um St. Vincents wilde Schönheit in Ruhe auf sich wirken zu lassen.
Geschichtlich Interessierte erleben in Kingstown koloniales Erbe: die St. George’s Cathedral mit ihren Glasfenstern aus dem 19. Jahrhundert oder den Botanical Garden, einer der ältesten Gärten der westlichen Hemisphäre (eröffnet 1765). Zwischen Brotfruchtbäumen und Gewürzsträuchern spürt man den britischen Einfluss – aber auch, dass die Natur hier längst wieder die Oberhand gewonnen hat.

Liegeplatz: Kingstown Cruise Terminal, direkt an der Küste gelegen, etwa 5–10 Gehminuten ins Stadtzentrum.
Empfohlene Ausflüge: La Soufrière Vulkanwanderung, Dark View Falls, Vermont Nature Trail, Botanical Garden Kingstown.
Transportmöglichkeiten: Taxis und Minibusse; Vorsicht – Fahrstil sehr temperamentvoll! Alternativ geführte Ausflüge über Reederei oder lokale Anbieter.
Sprache / Währung: Englisch; Währung ist der Ostkaribische Dollar (XCD).
Reisezeit: Trockenzeit von Dezember bis Mai mit angenehmen 28–30 °C.
Sicherheit & Planung: Straßenverhältnisse sind teils schlecht; am besten offizielle Fahrer oder geführte Touren nutzen. Gute Schuhe und ausreichend Trinkwasser mitnehmen.

St. Vincent ist keine Insel für Komfortliebhaber, sondern für Entdecker. Wer sich auf das Chaos einlässt, erlebt eine Karibik voller Charakter – wild, grün und ehrlich. Zwischen bröckelnden Straßen, wucherndem Dschungel und Menschen, die das Lachen trotz aller Widrigkeiten nicht verlieren, liegt der eigentliche Reichtum dieser Insel. Der Landgang auf St. Vincent ist kein Spaziergang – aber ein Abenteuer, das bleibt.
Bilder © dresden-kreuzfahrten.de
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