Neue Kreuzfahrt-Abgabe in Griechenland

Griechenland führt 2025 eine Kreuzfahrtabgabe ein, die fällig wird, wenn Reisende bei Landgang einen Hafen betreten.

Region

Griechenland

Santorini in Griechenland

Griechenland führte im Juli 2025 eine neue Abgabe für Kreuzfahrtgäste ein. Wer im Rahmen einer Seereise in einem griechischen Hafen an Land geht, muss künftig mit zusätzlichen Kosten rechnen. Damit reagiert das beliebte Urlaubsland auf den wachsenden Tourismusdruck in den Sommermonaten – insbesondere auf Hotspot-Inseln wie Mykonos und Santorini.

Was bedeutet das konkret für Kreuzfahrturlauber?

Die sogenannte „Gebühr für nachhaltigen Tourismus“ wird pro Landgang und pro Person erhoben. Ausschlaggebend ist, ob man das Schiff beim Anlegen verlässt. Wer an Bord bleibt, zahlt nichts. Die Höhe der Abgabe ist saisonabhängig – in der Hauptsaison (Juni bis September) fallen in beliebten Häfen rund 20 Euro an, während es in kleineren Häfen deutlich günstiger bleibt. In der Nebensaison ist mit deutlich geringeren Beträgen zu rechnen.

Wie wird die Gebühr bezahlt?

Die Reedereien übernehmen zunächst die Abwicklung und rechnen die entsprechenden Beträge über euer Bordkonto ab, meist am Tag des Landgangs. Wenn man spontan entscheidet, auf dem Schiff zu bleiben, wird die Gebühr rückerstattet.

Warum diese Regelung?

Viele Regionen Griechenlands leiden unter Überfüllung, insbesondere im Sommer. Straßen, Abfallentsorgung und Sicherheitsdienste geraten an ihre Grenzen. Die neue Abgabe soll helfen, die betroffenen Orte besser auszustatten und Tourismus nachhaltiger zu gestalten. Die Einnahmen fließen direkt in die örtliche Infrastruktur und kommen somit auch den Menschen vor Ort zugute.

Unser Tipp:

Berücksichtige die neuen Gebühren bei deiner Reiseplanung – insbesondere wenn mehrere Stopps in Griechenland vorgesehen sind. Familien sollten die zusätzlichen Kosten mit einkalkulieren. Die Maßnahme trägt jedoch dazu bei, dass auch künftige Generationen die Schönheit der griechischen Inselwelt auf verantwortungsvolle Weise erleben können.

Titelbild © Claudia Aguilar auf Unsplash